Amalgam entfernen
„Amalgamsanierung oder metallfreie Zähne“?
amalgam entfernen
Was ist dran an so vielen Gerüchten rund um das Thema „Amalgam“?
Amalgam ist eine Mischung aus Quecksilber und Metall wie zum Beispiel Kupfer, Zinn, oder Silber. Viele Metalle lassen sich mit Quecksilber kombinieren, so dass es viele Amalgamarten gibt. Wegen seiner besonderen Eigenschaften – gute Haltbarkeit, einfach Handhabung für den Zahnarzt und obendrein günstig, wurde und wird Amalgam bei zahnärztlichen Anwendungen, wie zum Beispiel als Füllmaterial, häufig verwendet.
Füllungen aus Amalgam enthalten 50% Quecksilber – für viele Patienten keine schöne Vorstellung. Patienten mit Amalgam Füllungen haben dann auch eine etwas höhere Quecksilberkonzentration im Blut, und natürlich auch in den Organen, da durch das Kauen laufend kleine Konzentrationen von Quecksilber frei gesetzt werden, die dann in den Körper gelangen. Und eines bleibt festzuhalten, auch, wenn dieses Thema seit Jahren Anlass zu Kontroversen gibt: Quecksilber ist nun einmal giftig! Fest steht, wenn dies auch oft langsam passiert: es gibt sie, die Menschen, die Schäden auf Grund von Amalgamfüllungen davon getragen haben! Lassen sich auch, laut ärztlichen Aussagen, zu Lebzeiten eines Menschen Quecksilberbelastungen kaum feststellen, zeigen Autopsien, dass das Gehirn von Menschen mit Amalgamfüllungen bis zu zwölfmal so starken Quecksilberbelastungen ausgesetzt ist, wie bei Personen, in deren Mund kein Amalgam existiert. Auch andere Organe, wie Nieren oder Schilddrüsen sind von dieser Belastung betroffen. Allergien auf Amalgam kommen zwar nicht so häufig vor, aber es gibt sie, die Patienten die von einer Amalgam Allergie betroffen sind! Auch Veränderungen an der Mundschleimhaut sind schon bei einigen Patienten beobachtet worden.
Treten bei Menschen Beschwerden auf, die auf eine oder mehrere Amalgam Füllung zurückzuführen sind, könnte man zwar eine Amalgamsanierung in Betracht ziehen, aber aus den oben genannten Gründen sollte darauf verzichtet und lieber auf „metallfreie“ Zähne geachtet werden.
Die Bedenklichkeit von Amalgam zeigt sich auch in Schutzmaßnahmen, die bei der Entfernung von Amalgam beachtet werden müssen. Eine Abdichtung des gesamten Mundraumes schützt vor Amalgamresten, aber nicht vor Quecksilberdampf; hier wird angeraten, dem Patienten externe Luft über eine Atemmaske zu zuführen! Auch der Zahnarzt sollte sich auf jeden Fall schützen. Es gibt besondere Fräser, die verhindern sollen, dass durch die Erhitzung bei der Entfernung Quecksilber frei gesetzt wird. Auf eine besondere Technik und Absaugung ist ebenso zu achten, wie auf eine spezielle Kühlung. Weitere Maßnahmen zur Minimierung der Nebenwirkungen sind angeraten. Dabei ist festzustellen, dass eine Amalgamsanierung nicht ganz ungefährlich ist, da Beschwerden allgemein entstehen können, oder eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion ausgelöst werden kann.
Ganz auf Füllungen mit Amalgam verzichten sollten Patienten mit Funktionsstörungen der Niere und Schwangere.
Bei vielen Patienten ist bekannt, dass sie sich nach der Amalgam Entfernung besser fühlten.
Welche Alternativen gibt es, um „metallfreie“ Zähne zu haben?
Auf dem Markt gibt es mannigfaltige Alternativen, um ein Loch im Zahn zu schließen. Es gibt zum Beispiel Inlays, das sind Einlagefüllungen, es gibt so genannte „plastische Füllmaterialien“, die direkt in den Zahn gegeben werden.
Inlays, bestehend aus Keramik sind zwar aufwendiger und auch teurer aber den vorher genannten Füllmaterialien weit überlegen wegen ihrer Stabilität und Haltbarkeit. Materialien aus Kunststoff haben den Vorteil, dass sie eine weiße Farbe – also eine Zahnfarbe – haben. Mit ihnen kann man auch kleine Löcher schonend füllen. Ein Nachteil besteht darin, dass dieses Material beim Aushärten schrumpft – dies versucht man mit einer bestimmten Technik auszugleichen- die macht dann solche Füllungen sehr haltbar und ist von dieser Seite her mit Amalgam Füllungen vergleichbar –eben ohne Quecksilber.
Keramik – Inlays haben eine festen Halt und sind zahnfarben, ästhetisch, von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Kunststoff-Inlays, die es sonst noch auf dem Markt gibt, haben leider sowohl den Nachteil hohe Kosten zu verursachen kombiniert mit schlechteren Materialeigenschaften, weshalb sie auch selten zur Behandlung benutzt werden.



