Ihr Zahnarzt in Nürnberg

Patientenbelehrung beim Zahnarztbesuch

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Patientenbelehrung beim Zahnarztbesuch

Es passierte trotz Voruntersuchung. Statt einem Zahn zog ihr der Zahnarzt gleich mehrere vermeintlich schlechte Zähne. Ein Horror für die narkotisierte und wehrlose Frau. Dieser Fall aus Havelberg ist kein Einzelfall. Immer wieder führen Missverständnisse, Stress und schlechte Aufklärung dazu, dass der Alptraum vom Zahnarzt Realität wird. Zwar sitzt der verantwortliche Zahnarzt aus Havelberg jetzt in Haft, aber die gezogenen Zähne lassen sich dadurch nicht rückgängig machen.
Einen Zahn zu ziehen bedeutet einen Eingriff in die körperliche Versehrtheit des Patienten vorzunehmen. Der Zahnarzt ist deshalb verpflichtet mit dem Patienten genau abzuklären, welcher Zahn gezogen werden soll. Der Patient muss darüber aufgeklärt werden, warum dieser Zahn nicht mehr gerettet werden kann, wie die Behandlung ablaufen soll und welche Narkosemittel zum Einsatz kommen. Der Arzt muss die Fragen des Patienten beantworten und auch alternative Behandlungsmethoden erwägen.

Der Patient ist im Recht über die Nebenwirkungen und Risiken der dentalen Behandlung genauestens aufgeklärt zu werden. Es ist oftmals besser die Methoden akribisch zu hinterfragen und sich die Fachwörter wenn nötig erklären zu lassen: Welche Narkose passt zu meinem Fall? Mit welchem Wundheilungsverlauf kann gerechnet werden? Muss eventuell genäht werden? Wie lange dauert die Wundheilung? Fragen, die der Patient stellen sollte um sich abzusichern und gleichzeitig dem behandelnden Zahnarzt eindeutige Signale mitzuteilen, die ein Missverständnis – wie beispielsweise ein falsch angezeigter Zahnfleischschmerz – ausräumen. Lieber ein paar mehr „idiotensichere“ Fragen stellen, als nachher weniger Zähne als beabsichtigt im Mund zu haben wie ein weiterer Fall aus Stendal zeigt. Dort hatte ein Zahnarzt einer Frau elf statt vier Zähnen gezogen und bekam dafür 14 Monate Haft. Grund war eine mangelhafte Belehrung der Patientin gewesen.
Bleiben die Zweifel beim Patienten dennoch bestehen, dann steht es ihm frei zu entscheiden, ob er sich lieber erst eine zweite Meinung einholen möchte, bevor er der Behandlung endgültig zustimmt. Er muss sich nämlich sicher sein in Bezug auf die konkrete Diagnose, ob der der Zahn statt gezogen noch gerettet werden kann und was im Falle eines Zahnersatzes zu beachten ist. Erhält er hierauf keine hilfreichen oder verlässlichen Informationen von seinem Zahnarzt, sollte der Patient sofort einen zweiten Fachmann aufsuchen und sich beraten lassen.

Üblicherweise verläuft so eine Belehrung mündlich. Auch die Einwilligung des Patienten erfolgt mündlich. Ein schriftlicher Nachweis findet sich in der Behandlungsakte, die vom Arzt angelegt wird. Deshalb ist ein ordentliches Aufklärungsgespräch auch so wichtig für den Patienten bevor die eigentliche Behandlung ihren Lauf nimmt.

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Dr. Thomas Wölfel
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